Monatsarchiv: November 2015

Von Delhi nach Rishikesh

Von Delhi nach Norden fahrend, durchfuhren wir zuerst den Bundesstaat Uttar Pradesh  das ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 240.928 Quadratkilometer. Mit knapp 200 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2011) ist Uttar Pradesh Indiens bevölkerungsreichster Bundesstaat und die bevölkerungsreichste subnationale Entität der Welt. Die Hauptstadt Uttar Pradeshs ist Lucknow (Lakhnau), die am meisten gesprochene Sprache ist Hindi. UP ist zwar zum größten Teil (ca 80 %) Hindu, aber es gibt einen sehr großen Anteil von Islam (ca 18 %). Diesen Einfluss sieht man auch auf den Straßen und im Gesamtverhalten.

 

Abfahrt um 05.00 Uhr am Morgen und auch um diese Zeit ist Delhi nicht staufrei……

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kurz nach Sonnenaufgang waren wir auf der gebührenpflichtigen Autobahn, Hig Way 58, die Ausnahmen der Gebühren sind auch angeschrieben….

 

 

Verunfallte LKW werden dann am Pannenstreifen abgestellt…..

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Autobahnraststätten sind oft nur von der Straße aus ansehlich. Wie auch immer, Cafe ist Cafe….

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auch finden noch traditionelle Rindermärkte statt….

 

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Information ist alles……. Wohlgemerkt, wir befinden uns auf einer Autobahn….

 

die  auch durch Städte führt…

 

Ankunft in Haridwar. Nach etlichen Kilometern am NH 58 (National Highway 58) kamen wir nach Haridwar (Hindi: हरिद्वार, Haridvār; auch Hardwar). Es ist eine Stadt im Bundesstaat Uttarakhand, Indien mit etwa 225.000 Einwohnern (Volkszählung 2011). Sie ist Verwaltungssitz des Distrikts Haridwar und liegt am Ganges in einer Höhe von 316 m.

Im Hinduismus ist sie eine Pilgerstätte und zählt zu den sieben heiligen Städten. Hauptzielpunkt der Pilger ist der Hari-ki-Pauri. Im Brahmakund fließen nach Vorstellung der Gläubigen die himmlischen Wasser in den Ganges. Ein Tempel hier soll den Fußabdruck Vishnus enthalten. Der Ort ist deshalb bedeutsam, weil hier der Eintritt des Ganges in die Ebene gesehen wird.

Alle 12 Jahre findet in Haridwar an den Ufern des für Hindus heiligen Flusses Ganges ein großes religiöses Fest, die Kumbh Mela statt. Die Städte Haridwar, Allahabad, Nashik und Ujjain veranstalten die Kumbh Mela alle drei Jahre im Wechsel, also jeweils im Zwölfjahresrhythmus. Die letzte Kumbh Mela in Haridwar fand im März/April 2010 wurde von 40 Millionen Menschen besucht, davon versammelten sich allein zehn Millionen am Haupttag zum Bad im Ganges.

 

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Ausgetrockneter Seitenarm des GANGES…..

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Oberhalb Haridwars erhebt sich der Siwalik-Hügel mit dem Tempel der Manasa Devi, zu dem eine Seilbahn führt. Der Ausblick ist faszinierend.

 

 

 

Haridwar lockt natürlich nicht nur Touristen und Pilger an, sondern auch Bettler. Jegliche Art der Zerstümmelung kann man hier antreffen. Was mich selbst überrascht  hat, dass Lepra noch so ein Thema ist in Indien..

Nachdem Besuch der Shiva Statue ging es weiter nach Rishikesh….

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Rishikesh (Hindi: ऋषिकेश, Ṛṣikeś; von Sanskrit rishi = Weiser, Seher) ist eine indische Stadt im Bundesstaat Uttarakhand.Rishikesh hat ungefähr 102.000 Einwohner und liegt in einer Höhe von 372 m. Von Delhi ist sie 225 km, von der bedeutsamen Pilgerstadt Haridwar 24 km entfernt.Rishikesh ist Ausgangspunkt für Pilger zu den heiligen Orten im Garhwal-Gebirge: Badrinath, Kedarnath, Yamunotri, Gangotri und Gaumukh, der Quelle des Ganges.

Das am Fuße des Himalaya gelegene Rishikesh ist eine bekannte Pilgerstadt. Durch Rishikesh fließt der Ganges, der hier nicht nur durch mythologische Bedeutsamkeit als heiliger Fluss, sondern auch durch klares Wasser und landschaftliche Schönheit besticht. Der Ganges verlässt hier den Himalaya und fließt dann weiter durch die Ebenen Nordindiens bis zum Golf von Bengalen.In Rishikesh gibt es eine Vielzahl an Tempeln und Ashrams, sowohl historische als auch in neuerer Zeit erbaute. Die Stadt zieht jährlich Tausende von Pilgern und Touristen an, sowohl aus Indien als auch aus westlichen Ländern. Sie beherbergt etliche Yoga-Zentren, die teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken. Rishikesh hat daher den Ruf, die „Yoga-Hauptstadt“ der Welt zu sein. Hindus glauben, dass eine Meditation in Rishikesh, ebenso wie ein Bad im heiligen Fluss Ganges, näher zur Erlösung (Moksha) führt.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Triveni Ghat und der Bharat Mandir, der älteste Tempel der Stadt.

Während der 1960er Jahre besuchten die Beatles und mehrere andere Musiker wie Mike Love von den Beach Boys und Donovan den Ort, um zu meditieren.

 

…..und sie hält doch. Überflüssig anzuführen, dass auch Motorräder über die Brücke fahren, irgendwie geht einfach alles…….

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Man kann auch mit einem Boot den Ganges überqueren…..

und für 10 Rupien waren wir schon dabei…..

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Ein „Bad“ im Ganges musste natürlich auch sein…

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Am Ganges sitzend dem Sonnenuntergang zusehen….

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….einen Wunsch auf Reisen schicken…….

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Nach einem kräftigen Frühstück mit tollem Ausblick wird Risikesh noch mal erkundet……

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Nur zur Sicherheit, er hat eine TROMMEL und kein Handy in der Hand….

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Model von Rishikesh…..

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EIN SYMBOLBILD FÜR INDIEN: Gottheiten, Royal Enfield und Kühe

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Im Hintergrund, andere Gangesseite, ist ein kleines Feuer erkennbar, es ist eine Feuerbeerdigung……

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Gottesstatuen gibt es in Hülle und  Fülle…….

Slums entstehen hier überall, sogar in Flussbetten, bis zum nächsten Regen…..

..und dann geht es wieder nach Delhi, Wohlgemerkt würd die 230 Kilometerstrecke waren acht Stunden notwendig. Am National Highway…..Indien: rechne mit allem und erwarte nichts….

 

 

Der nächste Ausflug kommt sicherlich……

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DIWALI Ein Subkontinent findet Erleuchtung

Diwali oder Dipavali oder Divali oder Deepavali (Hindi, दीवाली, dīvālī „Anordnung von Lichtern“, Tamil, தீபாவளி, dīpāvaḻī „Weg des Lichts“), das Lichterfest, ist ein bedeutendes mehrtägiges hinduistisches Fest in Indien, Sri Lanka und Nepal und in anderen vom Hinduismus geprägten Ländern, zum Beispiel in Mauritius, Suriname, Fidschi, Trinidad und Tobago, Singapur sowie in Südafrika und der indischen Diaspora. Das Fest kann auf Grund seiner spirituellen sowie sozialen Bedeutung und seines fröhlichen Charakters mit Weihnachten verglichen werden. In Nordindien ist Diwali gleichzeitig der Neujahrstag.

Diwali beginnt immer am fünfzehnten Tag des Hindumonats Kartik (Ende Oktober/Anfang November), 20 Tage nach Dasahra, zu Neumond. Da die landesspezifische lokale Uhrzeit für den Neumondzeitpunkt von der geografischen Länge und Zeitzone abhängt, kann es sein, dass Diwali in Westindien, Europa oder Amerika einen Tag später als in Ostindien gefeiert wird (dies war 2003 und ist 2015 der Fall).

In den verschiedenen Teilen des indischen Subkontinents wird das Fest sehr unterschiedlich gefeiert, mit vielfältigen Bräuchen und unterschiedlichen mythologischen Bezügen. Je nach Region dauert es zwischen einem und fünf Tagen. Kernaussage des Festes ist der Sieg des Guten über das Böse, der Wahrheit über die Lüge, des Lichts über den Schatten und des Lebens über den Tod

Für viele Hindus, besonders in Nordindien, geht es auf den Tag zurück, an dem Gott Rama mit seiner Frau Sita und seinem Bruder Lakshmana nach 14-jährigem Exil im Dschungel in seine Hauptstadt Ayodhya zurückkehrte, so wie es das Ramayana beschreibt. Da es dunkel war, entzündeten die Menschen Öllampen entlang seines Wegs.

Im Süden Indiens dagegen sehen die Menschen in Diwali einen Bezug zu Krishna, der einen Dämonen besiegt und sechzehntausend Frauen befreit hatte, die sich in der Gefangenschaft des Dämons befanden.

Diwali wird auch von anderen Religionen Indiens gefeiert. Im Jainismus erinnert man an den Eintritt Mahaviras ins Nirwana und Moksha. Im Sikhismus wird an Har Gobinds Sieg über Jahangir und seine Rückkehr nach Amritsar gedacht.

Wesentliches Element von Diwali sind die Lichter. Waren es ursprünglich nur kleine Öl-Lampen – in Reihen an Fenster oder Eingänge gestellt –, sind es heute zunehmend elektrische Lichterketten, die Wohnhäuser, Geschäfte und Straßen im ganzen Land erleuchten. Manchmal hängt man Lampen in Bäume und platziert Kerzen auf den Dächern. Nach einer Deutung dieses Brauchs zeigen die Lichter den Pitris, den Geistern der Toten, den Weg in das Land der Seligkeit. An das christliche Allerseelen erinnern auch die Bräuche z. B. in Bengalen (Ostindien), wo man zu Diwali die schwarze Göttin Kali verehrt, die den Tod und die Überwindung des Todes symbolisiert. Schon Tage vor dem Fest werden überall auf den Straßen Knallfrösche und anderes Feuerwerk entzündet, am Feiertag selbst kracht und knallt es überall, ähnlich wie in Deutschland zu Silvester.

Der erste Tag heißt Dhanwantari Triodasi (auch Dhantrayodashi, Dhan bedeutet Reichtum)[4]. An diesem Tag räumt man das Haus auf und schmückt es, kauft neue Kleidung und Kochutensilien, auch Wertgegenstände und Schmuck vornehmlich aus Gold oder Silber.[5]

Der zweite Tag des Festes ist Narak Chaturdasi (auch Kali Chaudas). Er gilt als der Tag, an dem Krishna den Dämonen Narakasur besiegt. Zum Ritual des Festes gehört, dass die Menschen vor Sonnenaufgang aufstehen und ein Bad nehmen, möglichst mit wohlriechendem Öl. Man zündet Öllämpchen an und schmückt das Haus mit besonderen Kolams. Man trägt meist neue Kleider, besucht sich gegenseitig und beschenkt sich mit Süßigkeiten, abends zündet man Feuerwerk und Knallfrösche.[6]

Der dritte Tag ist der Göttin Lakshmi geweiht und wird Lakshmi Puja genannt. Er gilt in Nordindien als wichtigster Tag der Festlichkeiten. Hier interpretiert man die Lichter als Begrüßung für sie. Es heißt, dass sie nicht in Wohnungen einkehre, vor denen keine Lichter stehen und die nicht aufgeräumt und gesäubert wurden. Auch für Ladenbesitzer hat dieser Tag besondere Bedeutung. Sie reinigen und streichen dafür nicht nur ihre Geschäfte sondern legen auch neue Geschäftsbücher an. Für das kommende Jahr bitten sie Lakshmi um Erfolg. Lakshmi Puja gilt als besonders günstig für Glücksspiele, da die Göttin das Glück selbst verkörpert. Als Omen für das kommende Jahr nehmen viele Menschen z. B. an einer Tombola teil oder gehen ins Kasino.

Der vierte Tag heißt Govardhan Puja (auch Balipratipada, Padawa), an ihm werden Krishna und Vishnu verehrt, und er gilt als erster Tag des neuen Jahres. Ehefrauen schwenken ein Tablett mit Lichtern segnend um den Kopf ihrer Ehemänner herum und tupfen ihnen dann einen Segenspunkt auf die Stirn.

Der fünfte und letzte Tag von Diwali ist Bhau Beej (auch Bhaiduj, Bhayitika), an dem Schwestern ihre Brüder mit dem Licht segnen. An diesem Bruder-Schwester-Tag versprechen beide, sich gegenseitig zu beschützen.

Soweit die „WIKIPEDIA“ Beschreibung. Fakt ist aber auch, dass Diwali kurz alle gleich macht. Da waren Slums die im Verhältnis genau wenn nicht mehr geschmückt waren, als Tempelanlagen. Es müssen nicht immer nur Lichterketten sein. Oft werden auch Schnüre gespannt und in weiterer Folge bunte Stanniolpapiere daran angebracht. Hauptsache hübsch – und überraschender Weise  – bunt muss es sein.

Es ist auch schön zu sehen, welche Türen einen – sogar uns Weisnasen – geöffnet werden, wenn man zuvor ein ehrliches und freundliches „Happy Diwali“ gewünscht hat.

Wieder einmal ist es faszinierend wie man hier  mit einer Situation umgeht. Die Reichen kaufen sich bunte Lichterketten und bringen 100e  an ihren Häusern an. Tempelanlagen werden in Lichterketten eingewickelt. Am Straßenrand hingegen werden Blumenketten von Hand zusammengeknüpft. Ja auch von Kinder, aber bevor nun wieder irgendwer wegen der „Kinderarbeit“ aufspringt, sei in Erinnerung gerufen, dass diese Kinder sonst betteln gehen, zwischen den Autos, bei ca 35 Grad Lufttemperatur. Daran mögen die selbsterwählten Kinderfreiheitskämpfer denken, bevor sie andere Verurteilen, die diese Ketten kaufen.  Diese kommen dann an nicht so reichen Häuser und eben auch in die Slums. Ein Nebeneffekt an Diwali ist, dass die Angestellten ein Art Diwaligeld bekommen, das ist ja verständlich und Nachvollziehbar. Hat Diwali in Indien doch den Stellenwert wie bei uns Weihnachten. Aber Indien wäre nicht Indien wenn das nachvollziehbare und logische plötzlich und unerwartet in andere Dimensionen abbiegen würde. So kommt es, dass nach dem Tanken und entsprechenden Zahlen, der Tankwart kommt und sagt: „Hello Sir, you know, Diwali, do you have good DIWALIMONEY“, diesem Beispiel folgt der Obstverkäufer, der Guard, der Wasserverkäufer…….

Diwali ist überall und für jeden…..

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Häuser werden kunstvoll beleuchtet…….

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Aber auch Tempel werden bunt beleuchtet….

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Märkte werden in ein Lichtermeer verwandelt ……

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                                              ……… und es wäre nicht indisch würde es nicht auf eine ganz eigene Art mit Strom versorgt werden …………….

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..warum auch lange Dosen und Stecker bauen, wenn ein überhängen der Drähte an eine Stromleitung auch funktioniert ..

Selbst am Flughafen, zwischen dem ganzen Reisestress findet man Diwalinseln

Flughafen

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Geschossen wird ohne Ende……..

IN DIESEM SINNE HAPPY DIWALI

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