PROJECT SUNSHINE – FC Sunshine
Es war vor ca 15 Jahren, als Kuku ARORA, an einer Keuzung in New Delhi zum Stehen kam und einmal mehr ein Kind beim betteln sah. Das Kind war ca 3 oder 4 Jahre. Wer kann das schon sagen, nicht mal das Kind selbst und auch nicht die Eltern….. Es war ein kleines Mädchen mit nur einem Arm. So wie man es zu tausend hier in Delhi und allen Millionenstädten Indiens sieht, tja Indien hat mehr als 40 Städte mit mehr als einer Million Einwohner. Und in jeder Stadt gibt es 1000 von mit Bettelkindern besetzten Kreutzungen. Irgendwie kam dann Kuku eine Idee. Das Mädchen kommt weg von der Kreuzung. Das Mädchen bekommt eine Ausbildung. Irgendwie wurde ein Kontakt zu den Eltern hergestellt und in weiterer Folge konnte man sich einigen, dass das Kind unter Kukus Schirmherrschaft kommt. Tja und wie es so ist, es entwickelt sich weiter und bekommt eine Eigendymnamik. Die Jahre vergingen und Kukus Familie wuchs. Zur Zeit hat Kuku ca 250 Kinder. Diese 250 Kinder finden im damals gegründeten Projekt SUNSHINE entsprechende Unterstützung. Diese Kinder wurden von ihren Eltern freigegeben zum Schulbesuch. Man muss ja klar sagen, dass jedes Kind welches an der Kreuzung fehlt eine fehlende Einnahmequelle ist. Je mehr die Kinder verstümmelt sind, umso besser für das Geschäft. Wenn die Kinder älter werden, geht es in die Prostitution udgl. Dabei reden wir aber von einem Alter deutlich unter 16 Jahren. Das Geld muss ja reinkommen, die Kreuzung muss ja bezahlt werden. Da steckt eine Struktur dahinter. (Slumdog Millionär sollte man nicht nur als seichte Unterhaltung sehen) Das ganze ist natürlich brutal und für uns Mitteleuropäer oft nicht zu durchsehen oder zu verstehen. Man kann sich ja auch ganz leicht ein reines Gewissen kaufen, man braucht nur ein paar Rupien beim Fenster rausstrecken……..
Tja das Projekt hat sich derart etabliert, dass es zu einer anerkannten NGO wurde. Das bedeutet, dass Spenden und Unterstützungen angenommen werden können. Es wurden im Laufe der Zeit etliche Kinder betreut und mit Arbeit versorgt. Somit wurde der Kreislauf aus Armut, Prosititution, Drogen, Verzweiflung unterbrochen und dieser Teufelsspiralle gesprengt.
Das Projekt funktioniert denkbar einfach: Die Kinder kommen in der Früh aus den Slums in das Projekthaus und werden gewaschen. Dort bekommen sie ein Frühstück und dann werden sie für die Schule angezogen. Dann geht es in die verschiedenen Schulen. Zu Mittag kommen sie zurück und werden versorgt. Dann wird mit zwei Lehrern gelernt und anschließend geht es in den naheliegenden Park. Am Abend gibt es noch ein Abendessen und dann geht es wieder in die angrenzenden Slums. Finanziert wird das ganze durch freiwilligen Spenden…… Und durch die Hilfe von Lufthansa (Das muss auch mal gesagt werden). Kuku und seine Familie gibt ihnen ein Zuhause. Oft wird es eng, es gibt immerwieder massive Probleme, aber es läuft. Und hoffentlich noch lange……
Tja und als ich letzten September nach Indien kam, kam ich nach einigen Tagen durch gemeinsame Bekannte mit Kuku in Kontakt. Er erzählte mir von seiner Sache, ich fragte ihn ob ich ihm helfen könnte. Er bejahte sofort. Tja dann dachte ich nach, was ich mit den Kindern machen könnte, natürlich fiel mir sofort Fußball ein. Und gleichzeitig hatte ich eine Idee. Warum sollte es nicht möglich sein, regelmäßig zu trainieren, eine Mannschaft zu machen, einen Platz finden…….
Also begann ich die Idee auszubauen. Wir spielten jeden Samstag im Park. Wurden einige Male versucht verjagt zu werden. (Es ist faszinierend, das ist auf der ganzen Welt gleich, eine Grünanlage ist für vieles da- herumlaufende Hunde, liegende Alkleichen–, aber nicht für Kinder) Das bekamen wir dann alles in den Griff. Durch einen Bekannten, der früher indischer Nationalcoach war (Eric.Benny@com ) kam ich zu einen Fußballplatz. Durch das Trainieren der Fußballmannschaft der deutschen Schule in New Delhi bekam ich Geld für die Finanzierung. Die vorläufige Finanzierung….Dieses Trainergeschäft wurde durch WAGNER Tamara möglich. Ihr erkärte ich auch meine Motivation bei den deutschen Trainer zu machen. (Ich bekomme von euch Geld und bezahle damit den Platz für den „FC SUNSHINE“ – Sie war von der Idee begeistert und unterstützte uns sofort) Durch meinen Nachwuchsleiter vom SV ABSAM (Stecher Michael) und einem Trainerfreund (Auer Markus) und dem Obmann des SV THAUR (Alexander ERBER) kamen entsprechende Trainingsutensilien und Dressen und Schuhe und…… zusammen, dass wir am 16.01.2016 das erste Mal mit Bällen und Dressen auf unseren eigenen Fußballplatz trainieren konnten.
Somit hat eine Idee Konturen angenommen. Für mich war es eine Idee und ein Versuch. Für die Kinder ein Traum. Wir reden hier nicht von unseren europäischen Maßstäben. Wir reden hier von Indien, stellenweise eine andere Galaxy. Wir reden hier von Straßenkinder, deren Alterskollegen schon lange prostituiert werden. Wir reden von Bettelkindern aus den Slums……Von der untersten Kaste – Das Kastensystem ist noch ganz ganz tief verwurzelt. Wir reden von Kindern aus Rajastan, Utar Pradesh, Punjab, mit verschiedenen Sprachen, …mit verschiedenen Religionen. Tja diese Kinder haben nun am Platz neben den Neureichen einen eigenen Platz und dürfen gleichberechtigt spielen. Und das ganze mit sechs Mädchen. Für uns alles normal, aber für Indien – und das habe ich in diesen Monaten gelernt – eine sehr bemerkenswerte Sache. Somit können wir hier ein Sprache sprechen, unsere Sprache ist Fußball.
Tja und jetzt schauen wir wie es weitergeht. Einige Ideen sind noch da, einige Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Das ganze soll eine Dauereinrichtung werden. Das ganze wird eine Dauereinrichtung……
Natürlich sind wir auf Spenden und Unterstützungen angewiesen, aber wir sind als Mannschaft schon so weit gekommen. Es haben uns so viele Leute schon unterstützt. Es wäre zu schade, wenn es jetzt vorbei wäre……
TRAININGSBEGINN SEPTEMBER 2016
DANKE AN DEN SV THAUR FÜR DIE DRESSEN
MANNSCHAFTSBESPRECHUNGEN
Letztes TRAINING IM PARK MIT DEN SHIRTS VOM SV ABSAM

ERSTES TRAINING AM EIGENEM PLATZ
MANNSCHAFTSFOTO DES FC SUNSHINE
unsere Mannschaft besteht aus Burschen, Mädels, Hindu, Moslem….verständigen können wir uns problemlos in unserer Sprache, Fußball………

FORTSETZUNG FOLGT MIT SICHERHEIT…….
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