

Nachdem ein neuer Staat, dieses mal UTTARAKHAND, ins Auge gefasst wurde und als Ziel für den nächsten Trip anvisiert wurde, ging es los. Das eigentliche Ziel war Gangotri, die Stelle an der Mutter Ganges die Erde berührt und dann nach Süden durch UTTARAKHAND durch den Himalaya fliest und bei Rishikesh in die Gangesebene eintritt, um dann nach Osten zu fliesen und irgendwann bei Kalkutta wiederum in das Meer zu gelangen. UTTARAKHAND verteilt sich über eine Fläche von ca 53.000km² und hat ca 10 Millionen Einwohner. Gezeichnet ist die Landschaft vom Himalaya und somit freuten wir uns auf entsprechende Straßen. Die Menschen sind einfach und es können hier in etwa 80 % Lesen und Schreiben. Somit liegt dieser Staat im Mittelwert. Es gibt hier in den Tälern noch abgeschnittene Mikrozivilisationen und der Konflikt mit Tieren und Menschen. Stellenweise ist zu wenig Platz, so passiert es öfters, dass Leoparden auch in Dörfer kommen und somit ist ein Konflikt vorprogrammiert. Auch ist hier – wie in ganz Indien – der Hinduismus bei den Religionen am stärksten vertreten.

Diesesmal sind Chunky, Shruti und ich am Weg und wir wurden von

Rishu verstärkt. Er fuhr das erste mal mit uns mit und war eine volle Bereicherung


Von Neu Delhi ging es dann nach Norden, Das letzte Stück zwischen Haridware und Rishikesh am Kanal entlang.

Natürlich wurde während der Anfahrt die eine oder andere Pause eingelegt.

Das sind dann oft die Problemstellungen, bei rustikalen Überlandstraßentrips. (Aber eigentlich bleibt es eh gleich, welche Tür man aussucht)



Nachdem wir in Rishikesh ankamen, mussten wir uns stärken und dann eine Runde spazieren gehen.



Über den Ganges spannen sich etliche Brücken, die Gehsteige werden natürlich um die Bäume gebaut.



…aber natürlich muss man an den Ganges gehen……

Parkverbot gilt natürlich nicht für Kühe…….


Ein Chai geht immer, und betteln kann hier die Kuh genauso gut wie der Hund…. (und beide haben was bekommen)

Somit war der erste Tag und 244 KM abgeschlossen……..

Nächsten Tag ging es von Rishikesh nach Uttrakashi. Auf den Weg dorthin mussten wir kurz anhalten, um in einen Internetcafe schnell eine elektronische Genehmigung anzusuchen. Das wurde von Rishu super erledigt. Chunky und ich planten inzwischen den weiteren Tourenverlauf


und danach ging es weiter…



Einfach der Straße in Richtung Berge folgend……


….wunderte es oft nicht, dass die Straßen immer wieder verschüttet und unpassierbar sind…..



und nach einer kurzen Pause gehts wieder auf die Straße nach Uttrakashi

und wenn die Zimmertüre von außen so aussieht , dann ist klar, dass man wieder in einem Guesthouse im Himalaya ist.

und nach den nächsten Kilometern war wieder eine Etappe abgeschlossen.

Nach einen super Frühstück ging es am nächsten Tag in die Berge nach GANGOTRI…..

Die Aussicht wurde immer schöner, die Zeiten der langweiligen Straßen waren vorbei…..

……es war so schwer sich auf die Straße zu konzentrieren….

…aber hinter jeder Kurve gab es was neues…….


…nur sollte man sich hier nicht verbremsen….

……kann dann mal massive Probleme nach sich ziehen……



nachdem der dritte Pass bezwungen war ging es nach Gangotri…

..wo wir mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages eingetroffen waren.



Zumindest hatten wir ein Hotel, mit versperrbarer Türe und einen Spabereich. Auf die Benützung verzichteten wir, da es einfach ohne warmen Wasser zu knackig war., zumal Gangotri auf über 3000 Meter liegt.

Nach dem Tempelbesuch gingen wir noch Abendessen …

und somit klang dieser Tag aus….

Eine satte Tagesleistung von 95 Km waren am nächsten Morgen ebenso wie die Temperatur ablesbar. Wobei die Temperatur konnte man auch am Sattel erahnen.

wir gingen nach einen Frühstück

und reinigten uns….


wenn auch nicht so gründlich wie andere….

aber wir haben natürlich nicht Freunde und Bekannte vergessen und nahmen etliche Flaschen Ganges Wasser mit uns zurück nach Delhi

Man kann zum Ganges stehen wie man will, ob man es nun so spirituell hält wie die Hindu oder nicht. Aber auf alle Fälle ist es ein faszinierendes Gefühl so nahe am Ursprung des Ganges zu sein. Die eigentliche Quelle ist 18 Km im Landesinneren, ohne Straßen. Da für den nächsten Tag Regen bzw Schnee angesagt war, mussten wir den Trip absagen und genossen einfach so die Stunden in Gangotri. Wir wollten am späten Nachmittag losfahren.

Aber ein platter Reifen verzögerte die Abfahrt.



Alos Reifen raus, Chanky und Rishu aufs Bike und ins nächste Dorf um Reifendoktor…

Dr.med PNEU Sing kümmerte sich um den Patienten, während wir



auf die beiden warteten und zusahen wie die Wolken schwer und schwerer wurden…

nachdem sie eingetroffen waren, um ca 15.00 Uhr fummelten wir den Reifen wieder rein. Natürlich hatten wie die Bremsbacken nicht blockiert. (Dünne Luft macht Birne hohl)



somit konnten wir auf Plan B verzichten

und mussten doch nicht mit dem Schubkarren zurückfahren.
Aber es begann natürlich zu regnen, später zu gewittern und dann noch zu hageln. Und somit fuhren wir diese knackigen Bergstraßen mit diesen Rahmenbedingungen im Dunklen zurück. Somit konnten wir unsere Lichter testen.

Kauf eines guten Regenanzuges: € 150.-
Trocken durch den Himalaya bei Sturm, Nacht und Gewitter zu kommen: UNBEZAHLBAR

….und somit waren wir wieder in UTTRAKASHI und genossen nach den Abendessen wieder die trockene kühle Abendluft.


Nachdem am nächsten Morgen der Regen aufgehört hatte….

stärkte sich Shruti mit einenm kleinen Frühstück……




und dann ging es wieder los, einfach der Straße entlang…..



..und weiter durch die Berge….




bis wir Adhibadri erreichten. Eine Ansammlung von Tempeln……..


regte unseren Appetit erneut an, somit war wieder eine Pause angesagt….

um dann weiter nach Rudraprayag…..



..um irgendwo am Weg wiedermal schnell ein Service am Bike zumachen….


und dann bei Tageslicht im Hotel anzukommen (was uns nicht oft gelang)

Am nächsten Tag fuhren wir in der Früh an eine ganz besondere Stelle. In Devaprayag vereint sich der Oberlauf des Ganges, dieser trägt bis dorthin den Namen Alaknanda, mit dem Bhagirathi und wird ab dieser Stelle zum Ganges.


weiter ging es durch die Berge zu unserem nächsten Tagesziel nach Nainital

Und noch am Abend freute sich Chunky schon auf den Tagestrip am nächsten Tag….


Am nächsten Tag ging es zu Ahan Ksaar Devi, einen Tempel nördlich von Nainital









Sollte sich irgendjemand über meine Motorcorss Stiefel wundern, dann sollte er sich überlegen, wie unwohl ich mich im Land der Kobras und anderen 1000 Schlangen….

hier gefühlt hätte. Und irgendwann muss man vom Bike runter……
Somit ging es wieder auf das Bike und die Straßen zurück zum Nainital, um diesen gemütlichen Tagesausflug ohne weiteres ausklingen zu lassen; Das war der Plan, und der war gut….





Der Plan war klar, aber es kam anderst, nachdem wir in Nainital waren, blieb auf einmal mein Motorrad stehen, einfach so. Kein Strom mehr. Zuerst kontrollierten wir die Sicherungen, bis Rishu erkannte, dass es ein Wackelkontakt im Bereich des Schlosses war. Mit Kabelbinder wurde es fixiert und in das Hotel zurückgefahren.

Und während wir Chai tranken wurde für nächsten Tag, um 0900 Uhr, ein Termin mit einem Servicefahrer von Royal Enfield vereinbart. Wir hatten somit extrem viel Glück, dass diese Panne nicht irgendwo in den Bergen passiert war sondern 2 km vor unserem Hotel. Es war somit klar, dass wir am nächsten Morgen nach der Reparatur um ca 11.00 Uhr losfahren würden und somit gemütlich bei Tageslicht in Delhi eintreffen würden und der Trip somit ganz gemütlich ausklingen wird….

und wir nahmen unser letztes Abendmahl ein……

Der nächste Tag begann mit Telefonaten und Warten….

..auch wenn anfänglich nicht jeder glauben wollte, dass der 09.00 Uhr Termin nicht gehalten werden kann…



so sah er es dann doch ein und wir warteten auf unseren 09:00 Uhr Termin…..


der ann relativ zeitnah um 14.00Uhr eingetroffen war….

und das Problem recht schnell fand….


auf das super original und noch nie verwendete Teil habe ich aus offensichtliche Gründen verzichtet und wir haben das Originalteil im Dorf löten lassen und setzten dann unsere Fahrt fort,…



und runter ging ies in die Gangesebene…


und irgendwann nahm der Verkehr auch wieder zu

und die Fahrt verzögerte sich leicht….


und nach der letzten Jause ging es ab nach Delhi..

Wo wir letztendlich um 22.10 eingetroffen sind….

und nach 1472 Km durch UTTAR PRADESH und UTTARAKHAND bis nach GANGOTRI und retour über NAINITAL konnten wir einfach wieder mal die Schönheit dieses Landes sehen und die Freundlichkeit der Bevölkerung erleben . Man kann es auch mit dem Auto abfahren, aber um es zu spüren und zu verstehen hilft das Motorrad viel besser. Vier Räder bewegen den Körper, zwei die Seele……
Und weil sie gar so brav und verlässlich war, gab es …

ein MOTORRADSPA…..
…..und am nächsten Tag hatten wir schon eine Idee für den nächsten Trip
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