Monatsarchiv: Dezember 2020

Weihnachtstrip durch Rajasthan

2000 km dem Winter entfliehen…..

Rajasthan grenzt an die Bundesstaaten Punjab, Haryana, Uttar Pradesh, Madhya Pradesh und Gujarat (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden), sowie an die pakistanischen Provinzen Sind und Punjab Mit 342.239 Quadratkilometern ist Rajasthan Indiens flächengrößter Bundesstaat und nur wenig kleiner als Deutschland. Der Nordwesten Rajasthans ist durch die Thar Wüste gekennzeichnet, die in die Cholistan in Pakistan übergeht. Zwischen der Wüste und den fruchtbareren Ebenen im Osten und Südosten liegt das Aravalligebirge das als Klima- und Wasserscheide fungiert. Der Südosten Rajasthans geht allmählich in das Hochland von Dekhan über. Aufgrund des Wüstenklima drängte sich Rajasthan für einen Kurztrip auf.

Grundsätzlich wären 2/3 rechtzeitig am Treffpunkt gewesen, um los zu fahren…….

und die ersten 440 Km hinter uns zu bringen und nach Sri Ganganagar zu kommen. Da im Zuge der Polizeikontrollen immer wieder nach den Abgaswerten gefragt wird, man muss eine entsprechende Bestätigung mitführen, die man bei den Tankstellen bekommt,

Nachdem wir nun endlich vollständig waren, versuchten wir schnell diese Bestätigung zu bekommen. Tja es blieb beim Versuch, die Enfield konnte die Werte nicht erreichen……Egal, ein Bike braucht Benzin zum Fahren und keine Abgaswertebestätigung…..

Bei der Stadtausfahrt von Delhii kamen wir in die Blocken, die von den Bauern organisiert wurden, um gegen das neue Aggrargesetz zu protestieren. Die Autobahn – nach Delhi kommend – war auf eine Distanz von 15 KM absolut blockiert. Stadtauswärts war es kein Problem. Auch wenn der Verkehr mal zum Stillstand kam, ergab sich sofort ein Ratscher mit den Bauern und jeder wollte Fotos. Hätten wir nicht noch soviele KM vor uns gehabt, wir hätten 1000 Chai getrunken…..

so pausierten wir bei einem Fruchthändler am Straßenrand, der übrigens auch mobil war….

und versuchten während dem Mittagessen unser Kommunikationsmittel zu richten bzw zum Funktionieren zu bringen. Der erreichte Kompromiss war letztlich, dass zwei kommunizieren konnten und einer Musik hören….

Wenn man den National Highway 9 so entlangfährt, dann bildet er die Grenze zwischen Haryana und Punjab. Punjab ist rechts vom Highway und man erkennt es sofort, da jede freie Fläche mit Werbung für Studien in Canada, Australien und/oder Europa „vollgepinselt“ sind.

und weil Weihnachten war, war Chunky unser Christkindl…….

Somit war der erste Tag mit 432 km absolviert.

Am zweiten Tag ging es dann 566 KM nach Süden, an der Grenze zu Pakistan entlang und anfangs noch ..

mit reicher Vegetation, so blühte der Senf gerade …..

und stellenweise starken „Verkehr“, die Wartepflicht war klar abgesteckt…

und Mittagpause muss auch mal sein, und wenn man mit einer Motorradausrüstung im Land der FlipFlopPiloten am Weg ist….

dann muss man natürlich für die Selfie herhalten…….

„on the road again“….

Auch offensichtlich war die Grenznähe zu Pakistan, immerwieder waren Mauern mit massiven Unterständen wahrnehmbar……

Die Wüste wurde immer gegenwärtiger…

und dann war es soweit, wir waren in der TAHER. Jede Extremlandschaft hat ihren Reiz und Wüste ist etwas ganz faszinierendes und eigenartiges, aber wunderbar.

Aufgrund der Jahreszeit war die Temperatur angenehm und man konnte mit den 30 Grad gut leben……zumindest am Tag…

am Abend war man dann froh, wenn man am Dorffeuer sich kurz die Hände aufwärmen konnte, selbst wenn das heilige Kalb kurz zur Seite rücken musste, um den Fremden Platz zu machen……

und bei Sonnenuntergang will jeder in seine Unterkunft kommen….

so auch wir, aber bevor es ins Bett ging, wurde noch das Abendprogramm angeschaut…

und wieder war ein Tag in diesem fantastischen Land erlebt und erneut einige Kilometer unfallfrei abgefahren…..

560 Kilometer reichten wieder mal für einen Tag…..

Die Route für nächsten Tag war klar und lange, daher..

wurde im Speisesaal das Frühstück eingenommen und die Ausrüstung noch mal überprüft….

und immer gerade aus ..

in Richtung Tanot bis nach

Longewala. Longewala liegt mehr oder weniger unmittelbar an der pakistanischen Grenze und war ein Austragungsort im Indisch Pakistanischen Krieg 1971. Der ind Armee gelang es mit 200 Soldaten die Pakistanische Armee mit bis zu 3000 Soldaten mehrere Stunden hinzuhalten, sodaß Verstärkung eintraf. Diese Schlacht findet im ständigen Probagandakrieg zwischen Indien und Pakistan ständig Beachtung. Es wurden von pak Seite auch bis zu 40 Panzer eingesetzt. Diese waren im Gelände jedoch kein taugliches Kampfmittel. So wurde auch ein Panzer als Trophäe in den Besitz der indischen Armee gebracht und wird immer noch stolz ausgestellt.

Sämtliche Mündungen aller ausgestellten Waffen schauen immer noch in Richtung Pakistan…..

Nach soviel Nationalismus war es Zeit umzudrehen und …

den Straßen zurück

durch die Wüsten zu folgen….

und manche Toilettenpause konnte einen schon herausfordern….

und wenn der Bus schon nicht oft kommt, dann haben wenigstens die Wartehäuschen nett zu sein….

und weiter ging die Fahrt an Windrädern vorbei, bis

die Landschaft wieder gemäßigter wurde

die Sonne sich langsam zu verabschieden begann….

und unser Cocamobil plötzlich den Dienst verweigerte, also war Fehlersuche angesagt.

Das Überlaufsystem war offenbar gebrochen, somit mussten wir Benzin ablassen, ohne diesen zu verschwenden, und eine Lösung finden.

mehrere Variationen wurden durchbesprochen und mittels eines Telefonjokers wurde unsere Vorgangsweise bestätigt und somit schritten wir zur Tat….

Dieses Überlaufsystem braucht kein Mensch. Also ab udn weg damit. Was man aber immer braucht und dann kann man fast alles lösen, Kabelbinder und Textilband…..

inzwischen war es wirklich Dunkel……

aber egal warum man wo in Indien hängen bleibt, es geht alles irgendwie und vor allem ist immer wer da, der einen CHAI bringt. Somit konnten wir mit mit zweistündiger Unterbrechung unsere Fahrt fortsetzen und aus einer geplanten 10 Stunden Fahrt wurden dann 14 Stunden mit dem Besuch des Freilichtmuseums.

und die letzte Nacht von unserem Trip stand an.

Die letzten 450 Km waren angesagt, ….

und Chunky war super motiviert und voll ausgeschlafen und fit…..

und wieder auf Der Straße nach Delhi

Durch die letzte Mautstation in Rajasthan, an den großen Tafeln stehen die Ausnahmen der Mautpflicht, geht es zurück nach Haryana…..

noch ein letztes Mittagessen in einem Straßencafe…

verdiente sich Chunky noch kurz als Model…

Während ich noch schnell eine verrutschte Abdeckung nach entsprechender Säuberung wieder zurechtschob.

Dann ging es über über rustikale Landstraßen wieder in Richtung Delhi

um nach einigen Teepausen

und Selfies in den üblichen Staus

und zwischenzeitlich gewohnten Verkehrsmitteln

und einem letzten Grunzer

war es Zeit für unser letztes Bild, unser letztes Selfie auf diesem Trip.

und nach 444 KM erreichten wir Delhi.

Und wieder einmal war es ein wunderbarer Trip durch ein unbeschreibliches Land. Egal wo wir waren, wo wir gegessen oder einen Chai getrunken haben. Die Leute waren immer super freundliche und es war immer extrem toll und bereichernd.

Doch es war nicht der letzte Trip, der nächste wird schon geplant…..

Wir starten wieder, keine Frage

„Have a safe ride“ „Thanks, same to you“……..

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DELHI NACH GUJARATH

GEMMA LÖWEN SCHAUEN…….

Dieser Trip wird uns 3118 Km nach Süden bzw wieder zurück nach Delhi bringen. Dieses mal ist Gujarat unser Ziel. Der Bundesstaat aus dem sowohl GANDHI stammte als auch MODI, der derzeitige Ministerpräsident herkommt. GUJARAT hat aber mehr zu bieten, irgendwie ist dieser Bundesstaat ein gutes Beispiel für Indien. Hier finden sich Dinge die man nicht erwartet. So gibt es ein Dorf mit Schwarzafrikanern sowie Löwen und

Dieselbetriebene Motorräder die zu Rikscha umgebaut wurden…

Die Route führt uns von Delhi nach Süden über die Hügel von KUMBALGAHR durch RAJASTHAN bis nach Gujarat in dessen Hauptstadt AHMEDABAD und dann in das GIR RESERVAT, um dort Löwen zu suchen und dann an die Küste und über MORBI und JAISAL – nahe der pakistanischen Grenze – über NAGAUR und dann durch DHAMSA wieder nach Delhi.

Auch wird dieser Trip wieder von Chunky und mir auf unseren verlässlichen Bikes – Royal Enfield Himalayan – absolviert.

Natürlich trafen wir – FAST- gleichzeitig beim vereinbarten Treffpunkt ein – und dann ging es los………..

Der Tripp begann dann mal mit einem geplanten 10 Stunden Ritt..

Die 10 Stunden blieben nicht bei 10Stunden es kamen auch noch Pausen dazu…..

Einfach ein kurzer Stop am Straßenrand……

Und für manche Sachen, muss man sich einfach Zeit nehmen und es einatmen und genießen..

Das GPS hat irgendwie einen falschen Weg angezeigt und somit mussten wir noch mal eine gute stunde Fahrtzeit obendrauf legen. Letztendlich fuhren wir dann einen sehr rustikalen Weg zu unserem Hotel. Selbst bei Tageslicht war es immer noch eine interessante Erfahrung.

Das Zimmer war nett und angenehm, die Anlage konnten wir am nächsten Tag bei Sonnenlicht sehen, wir waren sehr angenehm überrascht…..

Eine schöne Anlage inmitten der Hügeln,

Nach einem guten Frühstuck fuhren wir am nächsten gestärkt weiter….

An diesen Tag wollten wir bis nach Ahmedabad, der Hauptstadt des GUJARAT, kommen. Es standen geplant 313 Km und ca 7 Stunden Fahrt vor uns.

Vom Start weg fuhren wir durch die Hügellandschaft von KUMBHALGARH. Von der Landschaft eher einfach gehalten aber wunderbar. Diese Landschaft ist auch für seine Leoparden bekannt. Es kommt auch immer wieder zu Kontakten zwischen Weidevieh bzw Bewohnern und Leoparden.

Das war der Übertritt von Rajasthan nach Gujarat. Grundsätzlich ist es ein Land, aber Indien hat 120 Sprachen und 22 verschieden Amtssprachen. Die Sprachen haben auch unterschiedliche Schriftzeichen.

und ab dem Moment, als wir Gujarat befuhren, änderten sich die Straßen massiv….

und wir fuhren wieder mal in den Sonnenuntergang und kamen am Abend in unserem Hotel an. Das Problem war nur, dass wir um 20:00 Uhr ankamen und wegen Corona hat jedes Restaurant, auch in den Hotels, ab 21.00 Uhr geschlossen. Also musste das duschen warten und wir gingen direkt zum Essen und parkten unsere Bikes ….

Und es wurden dann wieder mehr als 313 km…..

An diesen Tag war die Route von Ahmenabad bis nach GIR VIHAR RESORT angesagt. Unser Hotel liegt am Westende des Nationalparks. Diese kleine Tatsache wird noch für eine Fahrtverlängerung von fast 90 minuten sorgen.

Die Straßen erscheinen endlos sind aber in einem sehr guten Zustand….

…und führen an Baumwollfelder vorbei….

und bieten Zeit für eine gesunde Jause zwischendurch….

und eine kurze Pause geht immer……

und bei einen dieser Pausen begann dieser Bub wie wild zu fotografieren, irgendwann nahm er seinen Mut zusammen und erklärte uns, dass er noch nie solche Stiefel gesehen hätte, und die würden ihm halt so gut gefallen.

weil es eh scheissegal ist, da wir eh immer in die Nacht kommen. Nur dieses mal war es etwas komplizierter. Wir kamen zum Ostende des Nationalparks und wollten ihm — dem GPS folgend – durchfahren. Wir wurden dann von einer Kontrollstelle im Park angehalten und es wurde uns erklärt, dass es sehr dumm ist im dunklen mit dem Motorrad auf unbefestigten Straßen durch einen Nationalpark zu fahren. Irgendwie fühlte ich mich bei dieser Belehrung wie so mancher Tourist mit Flip Flop am Berg. Also umfuhren wir den Nationalpark und gelangten dann in unser Hotel.

Chunky erledigte dann noch Registrierung für die Safari in den Nationalpark am nächsten Tag.

Danach fuhr er noch etwas mit dem Fahrrad, er hatte ja zuwenig Bewegung während des Tages….

und dann schlief er endlich friedlich ein…..

Am nächsten Tag war Ruhetag bzw Safari angesagt. Zuvor jedoch fuhren wir die Umgebung etwas ab und genossen einfach das Rollen und die Landschaft.

wenn auch die Straßenschilder für Europäer gewöhnungsbedürftig sind……

sind auch Europäer für die Einwohner gewöhnungsbedürftig…..

es findet sich überall ein Dhaba zum Entspannen……

und bevor es losging, spazierten wir noch ein wenig durch die Anlage….

undser Führer war Osman, ein Einwohner des Dorfes Jambur, welches aus Nachfolger afrikanischer Einwanderer besteht. Ok, es waren keine Einwanderer in diesem Sinne, sie wurden eingewandert. An dieser Stelle möchte ich mich für etwaige politische Unkorrektheiten entschuldigen, aber wen es stört braucht ja nicht meine Seite zu besuchen.

BANJA TREE sind einfache ein Wunderwerk der Natur…….

und dann hatten wir echt Glück und sahen einen Löwen………

und wieder geht ein Tag zu Ende…….

Tja dann stand die Fahrt nach Norden wieder an…..

Chunky hätte vor lauter Vorfreude auf die Fahrt fast das eine oder andere vergessen…

In Somnath kamen wir zur Küste ………..

mit all seinen Schiffen…..

..und dann ging es einfach nur noch nach Norden…..

..bis zu unserem Hotel in MORBI, in welchen wir wieder mal superfroh um diese große Zimmern in indischen Hotels waren. Chunky machte sich dann noch schnell hübsch fürs Abendessen….

und dann waren wir einfach über einen Salat dankbar, nachdem die Küche GUJARAT´s doch eher sehr schwer ist…

Abstellplätze für Motorräder waren in der Tiefgarage war ganz klar angeschrieben…..

An diesen Tag fuhren wir von Gujarat nach Rajasthan und somit kamen wir in den Wüstenstaat….

und von Windrädern begleitet änderte sich die Landschaft langsam aber deutlich…..

und zog sich endlos dahin….

egal aus welcher Perspektive….

die einzige Abwechslung waren die Kamele…..

Die vorletzte Etappe führte uns nach JAISALMER und somit nahe an er pakistanischen Grenze entlang nach Norden. JAISALMER war in dessen Geschichte ständig in Kriege verwickelt. Derzeit sind in dieser Region etliche Militärbasen.

Kurz ging es an einem Kanal entlang und dann

dann kam die Wüste wieder zurück…

und die Landschaft wurde wieder sparsamer….

und es wurde wieder mal Zeit für eine Pause..

und es entstanden Freundschaften die (eine ganze Kekspackung) hielten…

und weiter ging es zu unserem Hotel. Zielsicher führte uns das GPS zu unserem Hotel….

jedoch nicht immer. Das GPS hat sich um 45 KM getäuscht…..

Nachde wir dann doch noch das Hotel fanden, entschied Chunky, dass sein Moped diese Nacht zugeeckt wird. Es war schon wieder sehr kühl..

der natürliche Charme eines Bikerszimmer..

Der letzte Tag sollte es dann noch al in sich haben. Das Problem dabei war nicht die Strecke , sondern wieder nach Delhi reinzukommen, zumal es aufgrund der Bauerndemonstrationen total abgeriegelt war. Doch dazu später,

Abfahrt zur letzten Etappe „wisch you a safe ride“ „Thanks, same to you „

dem GPS vertrauten wir dann nicht mehr, wir fragten ortsansässige….

manchmal muss man einfach vertrauen haben, dass alles gut geht und haltet……

und mit Hanumans Segen, kamen wir dann an die Stadtgrenze von Delhi

und konnten die Polizeisperren über einen Müllplatz und Durchfahrt eines Slums umfahren..

Die Sicht war in Delhi aufgrund der Luftverschmutzung wieder sehr bescheiden….

dann mussten wir noch durch einen Waldgürtel nach Delhi hineinfahren, es ist ein absoluter Schleichweg um eine Stadt mit ca 20 Millionen Einwohner zu fahren, aber es war der sicherste Weg, um etwaige Ausschreitungen zu umgehen….

und zum Abschied gab es bei unseren Lieblingschaiverkäufer noch einen Chai. Nach über 300 Kilometer in 9 Tagen und unendlich vielen Eindrücken waren wir wieder da. Wie viele Bilder auch gemacht wurden, es kann niemals vermittelt werden, welche Eindrücke dieses Land in einen hinterlässt. Man kann diesen Trip auch mit einem Auto machen, aber eines ist klar, 4 Räder bewegen den Körper, 2 bewegen die Seele und nach dem wir nie schneller fuhren als unsere Schutzengel – und die waren das eine oder andere mal bei uns – fliegen konnten, kamen wir wieder gut zurück.

P.S. Natürlich hatten wir beim Chai schon wieder eine Idee für einen nächsten Trip….Fortsetzung folgt sicher

Kategorien: Allgemein | 2 Kommentare

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