GEMMA LÖWEN SCHAUEN…….

Dieser Trip wird uns 3118 Km nach Süden bzw wieder zurück nach Delhi bringen. Dieses mal ist Gujarat unser Ziel. Der Bundesstaat aus dem sowohl GANDHI stammte als auch MODI, der derzeitige Ministerpräsident herkommt. GUJARAT hat aber mehr zu bieten, irgendwie ist dieser Bundesstaat ein gutes Beispiel für Indien. Hier finden sich Dinge die man nicht erwartet. So gibt es ein Dorf mit Schwarzafrikanern sowie Löwen und

Dieselbetriebene Motorräder die zu Rikscha umgebaut wurden…

Die Route führt uns von Delhi nach Süden über die Hügel von KUMBALGAHR durch RAJASTHAN bis nach Gujarat in dessen Hauptstadt AHMEDABAD und dann in das GIR RESERVAT, um dort Löwen zu suchen und dann an die Küste und über MORBI und JAISAL – nahe der pakistanischen Grenze – über NAGAUR und dann durch DHAMSA wieder nach Delhi.


Auch wird dieser Trip wieder von Chunky und mir auf unseren verlässlichen Bikes – Royal Enfield Himalayan – absolviert.



Natürlich trafen wir – FAST- gleichzeitig beim vereinbarten Treffpunkt ein – und dann ging es los………..
Der Tripp begann dann mal mit einem geplanten 10 Stunden Ritt..

Die 10 Stunden blieben nicht bei 10Stunden es kamen auch noch Pausen dazu…..


Einfach ein kurzer Stop am Straßenrand……

Und für manche Sachen, muss man sich einfach Zeit nehmen und es einatmen und genießen..
Das GPS hat irgendwie einen falschen Weg angezeigt und somit mussten wir noch mal eine gute stunde Fahrtzeit obendrauf legen. Letztendlich fuhren wir dann einen sehr rustikalen Weg zu unserem Hotel. Selbst bei Tageslicht war es immer noch eine interessante Erfahrung.




Das Zimmer war nett und angenehm, die Anlage konnten wir am nächsten Tag bei Sonnenlicht sehen, wir waren sehr angenehm überrascht…..



Eine schöne Anlage inmitten der Hügeln,

Nach einem guten Frühstuck fuhren wir am nächsten gestärkt weiter….

An diesen Tag wollten wir bis nach Ahmedabad, der Hauptstadt des GUJARAT, kommen. Es standen geplant 313 Km und ca 7 Stunden Fahrt vor uns.








Vom Start weg fuhren wir durch die Hügellandschaft von KUMBHALGARH. Von der Landschaft eher einfach gehalten aber wunderbar. Diese Landschaft ist auch für seine Leoparden bekannt. Es kommt auch immer wieder zu Kontakten zwischen Weidevieh bzw Bewohnern und Leoparden.

Das war der Übertritt von Rajasthan nach Gujarat. Grundsätzlich ist es ein Land, aber Indien hat 120 Sprachen und 22 verschieden Amtssprachen. Die Sprachen haben auch unterschiedliche Schriftzeichen.

und ab dem Moment, als wir Gujarat befuhren, änderten sich die Straßen massiv….

und wir fuhren wieder mal in den Sonnenuntergang und kamen am Abend in unserem Hotel an. Das Problem war nur, dass wir um 20:00 Uhr ankamen und wegen Corona hat jedes Restaurant, auch in den Hotels, ab 21.00 Uhr geschlossen. Also musste das duschen warten und wir gingen direkt zum Essen und parkten unsere Bikes ….


Und es wurden dann wieder mehr als 313 km…..

An diesen Tag war die Route von Ahmenabad bis nach GIR VIHAR RESORT angesagt. Unser Hotel liegt am Westende des Nationalparks. Diese kleine Tatsache wird noch für eine Fahrtverlängerung von fast 90 minuten sorgen.


Die Straßen erscheinen endlos sind aber in einem sehr guten Zustand….


…und führen an Baumwollfelder vorbei….

und bieten Zeit für eine gesunde Jause zwischendurch….

und eine kurze Pause geht immer……



und bei einen dieser Pausen begann dieser Bub wie wild zu fotografieren, irgendwann nahm er seinen Mut zusammen und erklärte uns, dass er noch nie solche Stiefel gesehen hätte, und die würden ihm halt so gut gefallen.

weil es eh scheissegal ist, da wir eh immer in die Nacht kommen. Nur dieses mal war es etwas komplizierter. Wir kamen zum Ostende des Nationalparks und wollten ihm — dem GPS folgend – durchfahren. Wir wurden dann von einer Kontrollstelle im Park angehalten und es wurde uns erklärt, dass es sehr dumm ist im dunklen mit dem Motorrad auf unbefestigten Straßen durch einen Nationalpark zu fahren. Irgendwie fühlte ich mich bei dieser Belehrung wie so mancher Tourist mit Flip Flop am Berg. Also umfuhren wir den Nationalpark und gelangten dann in unser Hotel.

Chunky erledigte dann noch Registrierung für die Safari in den Nationalpark am nächsten Tag.

Danach fuhr er noch etwas mit dem Fahrrad, er hatte ja zuwenig Bewegung während des Tages….

und dann schlief er endlich friedlich ein…..

Am nächsten Tag war Ruhetag bzw Safari angesagt. Zuvor jedoch fuhren wir die Umgebung etwas ab und genossen einfach das Rollen und die Landschaft.



wenn auch die Straßenschilder für Europäer gewöhnungsbedürftig sind……

sind auch Europäer für die Einwohner gewöhnungsbedürftig…..


es findet sich überall ein Dhaba zum Entspannen……



und bevor es losging, spazierten wir noch ein wenig durch die Anlage….



undser Führer war Osman, ein Einwohner des Dorfes Jambur, welches aus Nachfolger afrikanischer Einwanderer besteht. Ok, es waren keine Einwanderer in diesem Sinne, sie wurden eingewandert. An dieser Stelle möchte ich mich für etwaige politische Unkorrektheiten entschuldigen, aber wen es stört braucht ja nicht meine Seite zu besuchen.








BANJA TREE sind einfache ein Wunderwerk der Natur…….

und dann hatten wir echt Glück und sahen einen Löwen………

und wieder geht ein Tag zu Ende…….

Tja dann stand die Fahrt nach Norden wieder an…..

Chunky hätte vor lauter Vorfreude auf die Fahrt fast das eine oder andere vergessen…


In Somnath kamen wir zur Küste ………..

mit all seinen Schiffen…..



..und dann ging es einfach nur noch nach Norden…..



..bis zu unserem Hotel in MORBI, in welchen wir wieder mal superfroh um diese große Zimmern in indischen Hotels waren. Chunky machte sich dann noch schnell hübsch fürs Abendessen….

und dann waren wir einfach über einen Salat dankbar, nachdem die Küche GUJARAT´s doch eher sehr schwer ist…

Abstellplätze für Motorräder waren in der Tiefgarage war ganz klar angeschrieben…..


An diesen Tag fuhren wir von Gujarat nach Rajasthan und somit kamen wir in den Wüstenstaat….



und von Windrädern begleitet änderte sich die Landschaft langsam aber deutlich…..

und zog sich endlos dahin….

egal aus welcher Perspektive….



die einzige Abwechslung waren die Kamele…..



Die vorletzte Etappe führte uns nach JAISALMER und somit nahe an er pakistanischen Grenze entlang nach Norden. JAISALMER war in dessen Geschichte ständig in Kriege verwickelt. Derzeit sind in dieser Region etliche Militärbasen.


Kurz ging es an einem Kanal entlang und dann


dann kam die Wüste wieder zurück…

und die Landschaft wurde wieder sparsamer….

und es wurde wieder mal Zeit für eine Pause..


und es entstanden Freundschaften die (eine ganze Kekspackung) hielten…

und weiter ging es zu unserem Hotel. Zielsicher führte uns das GPS zu unserem Hotel….

jedoch nicht immer. Das GPS hat sich um 45 KM getäuscht…..

Nachde wir dann doch noch das Hotel fanden, entschied Chunky, dass sein Moped diese Nacht zugeeckt wird. Es war schon wieder sehr kühl..

der natürliche Charme eines Bikerszimmer..


Der letzte Tag sollte es dann noch al in sich haben. Das Problem dabei war nicht die Strecke , sondern wieder nach Delhi reinzukommen, zumal es aufgrund der Bauerndemonstrationen total abgeriegelt war. Doch dazu später,

Abfahrt zur letzten Etappe „wisch you a safe ride“ „Thanks, same to you „

dem GPS vertrauten wir dann nicht mehr, wir fragten ortsansässige….

manchmal muss man einfach vertrauen haben, dass alles gut geht und haltet……


und mit Hanumans Segen, kamen wir dann an die Stadtgrenze von Delhi

und konnten die Polizeisperren über einen Müllplatz und Durchfahrt eines Slums umfahren..
Die Sicht war in Delhi aufgrund der Luftverschmutzung wieder sehr bescheiden….

dann mussten wir noch durch einen Waldgürtel nach Delhi hineinfahren, es ist ein absoluter Schleichweg um eine Stadt mit ca 20 Millionen Einwohner zu fahren, aber es war der sicherste Weg, um etwaige Ausschreitungen zu umgehen….

und zum Abschied gab es bei unseren Lieblingschaiverkäufer noch einen Chai. Nach über 300 Kilometer in 9 Tagen und unendlich vielen Eindrücken waren wir wieder da. Wie viele Bilder auch gemacht wurden, es kann niemals vermittelt werden, welche Eindrücke dieses Land in einen hinterlässt. Man kann diesen Trip auch mit einem Auto machen, aber eines ist klar, 4 Räder bewegen den Körper, 2 bewegen die Seele und nach dem wir nie schneller fuhren als unsere Schutzengel – und die waren das eine oder andere mal bei uns – fliegen konnten, kamen wir wieder gut zurück.
P.S. Natürlich hatten wir beim Chai schon wieder eine Idee für einen nächsten Trip….Fortsetzung folgt sicher


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